Kapitalmarkt definition
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Kapitalmärkte sind mit Nichten ein Phänomen unserer neuen Zeitepoche. Weit in die Ära vor Christi gibt es Übermittlungen, dass Staaten damals auch schon Finanzkrisen kannten. Im Jahre 66 vor Christi konnte ein gewisser Cicero von einer solchen Krise berichten, die sogar Rom erreichte. Kapitalmärkte begleitetet die Menschen ins Mittelalter, wo es auf Grund mangelnden Edelstahl zu einer Liquiditätskrise kam.

Doch was damals vor sich ging, hatte mit den jetzigen Kapitalmärkten nur Ansatzweise etwas zu tun. Um 1532 kam es zur ersten Börse in Antwerpen. Damit konnte ein gesteuerter Handel beginnen und führte ganz langsam die Kapitalmärkte in die Richtung, wie heute bekannt. Aber das dauerte noch Jahrhunderte. Eine Krise bescherte am 05.Mai 1873 den bis heute bekannten „schwarzer Freitag“.

Was ist der Kapitalmarkt?

Der Oberbegriff von Kapitalmarkt ist der Finanzmarkt. Der Kapitalmarkt besitzt Unterfunktionen dazu gehören zunächst die Säulen „Nicht organisierter Kapitalmarkt, organisierter Kapitalmarkt“ aus dem organisierten Kapitalmarkt werden die Säulen Rentenmarkt und Aktienmarkt geleitet, wo dann wiederum die Säulen Primar- und Sekundärmarkt bedient werden.

Der Kapitalmarkt besteht in der Regel aus Geldmarktfernen Instrumenten. Solche Finanzinstrumente, die sich außerhalb des Geldmarktes aufhalten, müssen mindestens eine Laufzeit von 2 Jahren vorweisen können. Aufgemischt wird der Kapitalmarkt noch durch Lombard- und Kontokorrentkredite. Unter Lombardkredit versteht sich die Gewährung des Kredits durch Absicherung von Sicherheiten, die den Wert der Kreditsumme entsprechen. Es werden also z. B. Wertpapiere oder auch das Bankguthaben bis zur vollständigen Begleichung der Kreditsumme, an den Kreditgeber verpfändet. Im Falle des Kapitalmarkts werden diese Kredite mit einer mittelfristigen Laufzeit vergeben.

Kontokorrentkredit dient dazu bei Liquiditätsengpässen handeln zu können. Dies geschieht über auf dem Girokonto festgelegten Betrag, der sofort abrufbar ist. Dann jedoch auch wieder kurzfristig an das Kreditinstitut zurückzufließen hat.

Der inhaltliche Begriff des Kapitalmarktes ist der Gütermarkt. Dieser steht für Angebot und Nachfrage von Gütern und Dienstleistungen.

Wie funktioniert der Kapitalmarkt?

Der Kapitalmarkt handelt nicht mit Geld, sondern unterliegt dem Angebot und der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. Der Kapitalmarkt reagiert auf Nachfrage innerhalb des Gütermarktes und vergibt mittel- bis langfristige Kredite.

Es wird Handel ohne Geldfinanzen betrieben. Natürlich braucht es dazu ein Kapitalangebot. Dieser Anleger ist der simple Sparer, der für sich die Geldvermögensbildung anstrebt. Genutzt wird der Kapitalmarkt von jedem Anleger, dem das normale Sparbuch und ähnliche Sparformate zu wenig an Zinsen bieten.

Kapitalmarktangebot und Kapitalmarktnachfrage

Es stellen also Menschen deren Ziel der eigene Geldzuwachs ist, dem Kapitalmarkt durch Bereitstellung ihrer Einlagen, die Möglichkeit langfristige Kredite zu vergeben. Steigt die Anzahl der Anleger und deren Einlagen, singt der Zins für das Kreditgeschäft. Gibt es am Kreditmarkt rücklaufende Nachfrage, macht sich dies beim Geldzuwachs des Sparers negativ bemerkbar.

Transformationen

Transformation beinhaltet einen ständigen Wandel, es steht für immer wiederkehrende Veränderung. Dieser geht immer vom jetzigen Zustand aus. Der Zustand der aktuell besteht, nennt man den IST Wert.

Doch dieser IST Wert soll sich in einen SOLL Wert wandeln. Dieser SOLL Wert ist das Ziel der Veränderung was angestrebt wird.

Mengentransformationen

Die innerhalb der Volkswirtschaft angesammelten Spareinlagen werden simple gesagt unter Investoren verteilt. Da der Investorenbedarf unterschiedlich daherkommt, werden gewünschte Fristen und die Höhe des Mengenbedarfs ausgeführt.

Fristentransformation

Schuldner wie Anleger besitzen oft unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Laufzeit. Der Schuldner möchte evtl. eine möglichst lange Laufzeit seines Kredites. Der Anleger ist eher bestrebt, in einem möglichst knappen Zeitraum seinen angestrebten Vermögenszuwachs zu erhalten.

Damit für beide Seiten solch Ablauf funktioniert, kommt die Fristentransformation zum Tragen. Es wird also ein Ausgleich zwischen den Fristen erschaffen.

Losgrößentransformationen

Kommt es bei einem Kreditnehmer zu dem Bedarf mehrerer kleiner Positionen, werden diese zu einem einzigen großen Posten zusammengefügt. Solche großen Beträge können jedoch in der Regel nicht von einem einzelnen Anleger bedient werden.

Es werden somit viele Anleger gebündelt, die dann den erforderlichen Gesamtbetrag bereitstellen. Losgrößentransformationen kommen zum Einsatz, wenn der Kreditbetrag so groß ist, dass dieser nicht von einem einzelnen Investor geliefert werden kann.

Risikotransformationen

Der Kapitalmarkt kann für seine Sparer auch Risiko bürgen. Teilnehmer am Kapitalmarkt, besitzen unterschiedliche Ausgangspositionen. Bei der Nachfrage kann es ein Risikogeschäft werden, oder eben ein relativ sicheres Geschäft. Bei dem Angebot der Investoren wird unter Risikofreudig und weniger bis keine Risikobereitschaft unterschieden.

Wenn der Sparer bereit ist, einer unsicheren Nachfrage den Kredit zu bewilligen, geht dieser Geber ein Risiko ein. Die Beurteilung der Risiken nennt man das Ausfallrisiko. Ist es eher gering werden auch die Zinsen des Kreditgebers gering ausfallen. Umso höher die Risikobereitschaft und ein evtl. Ausfall der Rückzahlung bringen dem Anleger einen respektablen Vermögenszuwachs. Was natürlich auch danebengehen kann.

Primär- und Sekundärmarkt

Ganz einfach bezeichnet man hier den ersten- und zweiten Markt. Zum ersten Markt, also dem Primärmarkt geht es um die Emissionsrendite. Eine Erstemission legt einen Preis für das noch nicht im Handel stehende Wertpapier fest. Alles was über den Einstiegpreis steigt, wird als Emissionsrendite bezeichnet, beim Sekundärmarkt spricht man von einer Umlaufrendite.

Auf dem Sekundärmarkt hingegen sind Wertpapiere bereits im Besitz und Umlauf. Es wird im Sekundärmarkt weiterverkauft. Man kann im Primärmarkt an Hand des ausgegebenen Kurses indirekt vermuten welchen Wert das herausgebende Unternehmen zu haben schein scheint.

Wer sind die Teilnehmer am Kapitalmarkt?

Ein Teilnehmer am Kapitalmarkt, kann jeder sein, der sein Geld gewinnbringend angelegt sehen möchte. Obwohl die Bezeichnung Kapitalmarkt an riesige Konzerne denken lässt, beinhaltet der Kapitalmarkt private Personen, Versicherungen, Industrie und Wirtschaft.

Ein Kapitalgeber, kann der Nachbar oder eine Kapitalgesellschaft sein, oder natürlich auch man selber. Jeder der Teilnehmer am Kapitalmarkt ist, möchte entweder mehr an Vermögen hinzugewinnen, oder man möchte investieren und benötigt dazu einen Kredit.

Gibt es Unterschiede zwischen Finanzmarkt, Geldmarkt und Kapitalmarkt?

Eigentlich könnte man den Finanzmarkt als inaktiv bezeichnen, er verwaltet den Geld- und Kapitalmarkt und regelt Angebot und Nachfrage. Aktiv dagegen sind ist der Geld- und Kapitalmarkt.

Der Unterschied besteht darin, dass der Geldmarkt jeder Zeit bedienbar ist, was den Liquiditätsausgleich sichert. Als dritte Säule im Finanzmarkt gehört zudem der Devisenmarkt. Beim Kapitalmarkt werden mittel- bis langfristige Kapitalmittel bereitgestellt, insbesondere für Länder und Unternehmen. Dennoch kann jede private Person Teilnehmer am Kapitalmarkt sein.

Finanzkrisen am Kapitalmarkt

Nichts ist vor Krisen geschützt. Alleine der Finanzmarkt wurde seit Menschengedenken von Krisen heimgesucht. Je nachdem an welchem Wochentag die Krise ihren Höhepunkt erreichte, war dies ein schwarzer Tag. So im Jahre 1873 war es der Schwarze Freitag. Bekannt auch der Schwarze Donnerstag 1929 an der Wall Street New York und am 19.10.1987 kam es zum Schwarzen Montag.

Diese Ereignisse zeigen aber auch an, dass Krisen bewältigt werden können, egal wie schwarz ein Wochentag im Finanzbereich gewesen ist. Ein Blick in die Antike zeigt, dass es damals schon zu einer Geldentwertung gekommen war. Man schrieb das 7. Jahrhundert vor Christus und verantwortlich soll der amtierende König Midas gewesen sein. Noch heute gilt in Finanzkreisen Midas als „geflügeltes Wort“, denn alles was König Midas anfasste soll sich in Gold verwandelt haben.